Wet and funny – THS beim PSV FFB

Wechselhalft war das Wetter beim Sommerturnier des PSV FFB. Von leichtem Nieseln über gepflegten Landregen bis zu wolkenbruchartigen Niederschlägen war alles geboten. Einzig in der Mittagspause gab es einen längeren trockenen Abschnitt. Der Stimmung tat dies aber keinen Abbruch und die Leistungen der Hunde und Hundeführer litten mit wenigen Ausnahmen kaum unter den widrigen Verhältnissen.

 7 Geländeläufer machten sich um kurz nach 8 Uhr auf die Strecke. Allen voran die Cracks des PSV FFB: Richy mit Maja führte das Feld an. Die scharfe Startkurve überstand er sturzfrei auf dem nassen Asphalt und nach 5,40 min war er zurück im Ziel. Gleich darauf ging Dörte mit Tatie auf ihre Hausstrecke und war mit ihren 6,43 min ebenfalls zufrieden. Wie berichtet wurde, beobachtete ein großer, dünner Feldhase interessiert das muntere Treiben in seinem Revier –  endlich mal was geboten an einem verregneten Sonntagmorgen. Um kurz vor ½ 9 war dann der sportliche Teil für die beiden Brucker Läufer erledigt, Richy musste in die Küche und Dörte durfte einige Hilfstätigkeiten auf dem Hundeplatz übernehmen.

Innerhalb einer Woche gab eine zweite Brucker Jugendliche ihr Vierkampfdebüt. Die 13jährige Ina zeigte mit Mix Lotta eine ordentliche Gehorsamsübung, die Lotta über weite Teile auch akustisch untermalte. Aber alle Übungsteile gelangen und LR Andy Strieder vergab dafür 51 Punkte. Die schwerste Hürde des Wettkampfs war schon mal genommen. Im Hürdenlauf selbst prellte die motivierte Lotta leider dreimal vor. Der 1.Slalomfdurchgang gelang gut, so dass sich die beiden eine Gassirunde verdient hatten. Dass es hier 2 Durchgänge gibt, hatte Ina wohl keiner der Offiziellen erzählt. So durfte sie nach den VK 2 Läufern noch einmal ran und prompt ließ Lotta ein Tor aus. Dafür gelangen bei heftigem Regen zwei fehlerfreie Hindernisläufe in guten 13er Zeiten und damit ein gelungener Einstand mit 249 Punkten.

Sichtlich wohl fühlte sich  Labradoodle Lola an diesem Tag. In der Freifolge nur im letzten Teil etwa nachhängend, gelang der Rest sehr gut (54 Punkte). Beim Hürdenlauf keine Spur von Nachhängen wie bei der BM und auch im Slalom und Hindernislauf distanzierte das Team Mira-Lola die Konkurrenz klar und gewann mit 269 Punkten mit großem Vorsprung ihre Klasse.

Gut in den Tag startete auch Momo. Nach einem fehlerfreien Hürdenlauf, gab’s 51 Punkte in der Unterordnung. Trotz Nässe saß und legte sich Momo, das hätte vorher kaum einer geglaubt. Auch der Slalom gelang, aber nach der Mittagspause, die der kleine Mix auf der trockenen Bierbank verbracht hatte, war sein Ehrgeiz im Regen Sport zu machen, erloschen. In den Tunnel lief er noch hinein, kam aber nicht mehr heraus. Nach viel Zureden war er dann zu bewegen, die restliche Strecke zu absolvieren. Die letzte Hürde gefällt ihm eh schon länger nicht, so dass zu der langsamen Laufzeit auch noch Fehler hinzukamen. 

Das schnellste Team des Tages war einmal mehr Michi und Soferl. Und bis kurz vor Schluss sah es in der Unterordnung aus, dass die beiden wieder ein Toppergebnis erreichen könnten. Nach einer ordentlichen Freifolge und zwei technischen Übungen ohne große Fehler, nahm Soferl auch das Stehkommando sofort an. Dann aber begann sie Michi hinterher zu tappen. Immerhin gab’s dafür noch 48 Punkte. Im Hürdenlauf sah der Leistungsrichter großzügig nur einmal Vorprellen, im Slalom beschäftigte Michi die Parcourshelfer und im Hindernislauf kam kein Team nur annähernd an die Zeiten der beiden heran. Mit 266 Punkten setzten sich die beiden gegen ihre Konkurrenten aus Unterpfaffenhofen sicher durch (260 Punkte).

Bei einigen Startern erlahmte etwas der Ehrgeiz noch den K.O.Cup zu bestreiten. Nicht so bei Lola und Mira, die in der Qualifikation die zweitbeste Zeit erreichten und sich im Halbfinale mit Martin Müller mit Briard Dhuriya das spannendste Duell des Tages lieferten. Um Nasenlänge konnten sie sich für das Finale qualifizieren.

Der zweite Finalist war natürlich Michi mit Soferl. Ohne richtig gefordert zu werden, hatten sie sich qualifiziert und auch im vereinsinternen Finale war das Team nie in Gefahr: sicherer Sieg im Regenrennen.

Die Siegerehrung fand sicherheitshalber auf der Terrasse statt. Der Sonderpreis für den schnellsten Hindernislauf konnte sich natürlich Michi abholen, die beiden anderen Pokale gingen nach Wolnzach. Die beste Unterordnung des Tages zeigte Bianca Fries mit Magyar Viszla Donatella (59 Punkte) und Gesamtsiegerin wurde Kristin Ludewig mit Gino, die in der AK 35 sehr gute 269 Punkte erreichte.

Alles in allem eine gelungene und gut organisierte Veranstaltung: Essen und Trinken sehr gut, Technik nicht versagt, Zeitplan eingehalten, viele motivierte Helfer und die meisten Hundesportler konnten mit ihren Leistungen auch zufrieden sein.
Geschrieben von Immo Looschen