Ein Bericht von Dörte Tietgen-Pinther
Ende Oktober war es wieder so weit, in Röthenbach fand die turnusmäßige Rettungshundeprüfung statt. Und während im Frühjahr Dörte sich noch allein den Prüfungsaufgaben stellte und mit einem „s.g.“ nach Hause fahren konnte, traute sich diesmal auch Christian Zeeb mit seinem Labrador Zeus, sein Können unter Beweis zu stellen.
Bei der Nasenarbeit der Stufe V muss zunächst eine Geruchsdifferenzierung gezeigt werden. Und Zeus gehörte zu den wenigen Teilnehmen, der dies problemlos schaffte.

Bei dem folgenden Trail konnte Zeus trotz heftiger Windböen der Spur folgen, falsche Wege ausschließen und fand – vorbei an einem bellenden Hund und dem netten Herrn, der Laub auf der Straße rechte – in nur 10 Minuten die Versteckperson. Und mit einer genaueren Kenntnis der Prüfungsordnung hätten die beiden statt der erreichten 63 Punkte (befriedigend) locker ein gut erreichen können.

Dörte begann am Samstag auch mit der Nasenarbeit, der Flächensuche. Fidèle zeigte sich hochmotiviert und fand innerhalb von 3 Minuten beide Versteckpersonen, 20 Minuten hätte er sich Zeit lassen können. Dennoch gab es ordentlich Punktabzug, weil er beim Verbellen immer wieder ein Päuschen einlegte, was natürlich nicht erwünscht ist. Bei der ersten Anzeige vergaß die Hundeführerin trotz all ihrer Erfahrung, dies beim Prüfungsrichter anzuzeigen. Nachdem die gewählte Suchtaktik auch nicht den Geschmack des Leistungsrichters traf, blieben 183p, ein s.g.
Am Sonntag folgte dann die UO/Gerätearbeit. Leider zeigte Fidèle sich aufgrund der Geräuschkulisse – Röthenbach liegt in der Einflugschneise der Nürnberger Flughafens – anfangs wieder sehr verunsichert und er schlich nur neben seiner Hundeführerin her. Dann gewann er langsam Sicherheit und konnte im Weiteren von den 10 geforderten Übungen 6 ohne Beanstandung zeigen, darunter auch eine Ablage im Dauerregen, während der Hund des Prüfungspartners eine lustige Platzrunde drehte. Trotzdem war der Punktabzug bei den ersten beiden Übungen so gravierend, dass nur 80 Punkte, somit gerade noch ein „gut“ heraussprangen. Die erreichte Gesamtpunktzahl genügt aber, um jetzt in der höchsten Wettkampfstufe an den Start zu gehen.
Fazit: Für beide Prüfungsteilnehmer ein Erfolg mit Luft nach oben und für die anderen Teilnehmer der Trailgruppe ein Ansporn, sich auch einmal mit anderen in einer Prüfung zu messen.



