BM THS 2018 – verpasste Chancen in Ansbach

Das Schnupperer-Team Heilsbronn hatte zur Bayerischen Meisterschaft Turnierhundsport nach Ansbach eingeladen. Das weitläufige Firmengelände der Fa. Geiger war Austragungsort einer gelungenen Veranstaltung. Die Brucker THSler waren erfolgreich, hätten aber mit etwas mehr Glück (oder Können) den einen oder anderen Titel mehr erringen können.

Eine sichere Bank bleibt Dörte mit Tatie. Am Samstag über die 2000 Meter war der Sieg  nie in Gefahr. Die Laufstrecke führte größtenteils bergab, es gab nur einen nennenswerten Richtungswechsel, somit stellte sie mit 6,34 min eine persönliche Bestleistung auf. Das gelang sehr vielen Läufern an diesem Tag, so auch Richy mit Maja. Die 5,36 min waren die drittschnellste Zeit des gesamten Feldes. Pech nur, dass in seiner Altersklasse 35 die zwei schnellsten unterwegs waren. Somit Platz 3 mit 5 Sekunden Rückstand auf seinen Dauerkonkurrenten Mathias Schleifer mit Balu (GSV Schwabmünchen). Klar Tageschnellster war einmal mehr Lars Reichelt mit Smaug (HSV Lichtenfels) in 5,11 min. Schnellste Frau war Annelie Habermann mit Tucker (HSV Bamberg) in 5,54 min, gleich dahinter  die erst 14 jährige Julia Klein mit Luna (HF Weiden) in 6,14 min.

15,34-15,35-15,36 im Ziel – Richy mit Maja

Am Sonntag dann über die 5000 Meter ein ähnliches Bild. Einen weiteren Titel für ihre umfangreiche  Sammlung  holte sich Dörte mit Tatie in neuer Bestzeit von 17,54 min. Gesamtschnellster an diesem Tag Mathias Schleifer in 15,34 min und um 2 Sekunden am Titel vorbei Richy mit Maja ebenfalls mit Bestleistung. Die 2 Sekunden wären doch über 5 km irgendwo zu finden gewesen sein.

Wo sonst? Ganz oben – Dörte und Tatie

Der Vierkampf 2–Wettkampf leidet weiter unter fortschreitendem Teilnehmerschwund. Nur 19 Teilnehmer rangen hier um die Titel. Das Niveau in der Unterordnung war eher „durchwachsen“. Mira ging mit Lola in der am stärksten besetzten AK 19 an den Start. Die Unterordnung eine  typische „Lola-Vorstellung“: nach einer „trägen“ Freifolge zeigte sie fehlerfreie technische Übungen. Mit den 49 Punkten schaffte die beiden eine gute Ausgangsposition für die Laufdisziplinen. Im Slalomlauf waren die beiden dann die schnellsten und schoben sich nach vorne. Ernüchterung dann nach dem Hürdenlauf: die Leistungsrichter sahen dreimal  „Vorprellen“ der Hundeführerin, die 6 Strafsekunden warfen das Brucker Team weit zurück. Aber abgerechnet wird am Schluss: Aussie Fly der führenden Sarah Pietsch ließ im Hindernislauf zweimal die letzte Hürde aus (8 Strafsekunden) und Aussie Pepper von Steffi Reitmeir riss den Hoch-Weit-Sprung einmal komplett (2 Strafsekunden). Damit kam Mira nach zwei fehlerfreien Läufen in 11,5 Sekunden noch überraschend auf Platz 2, punktgleich mit Steffi und 2 Punkte hinter der Überraschungssiegerin Isabell Stähler mit Bonny (GSV Königsbrunn), die sich unauffällig nach vorne gearbeitet hatte.

Mira vor Lola – beim Hürdenlauf ungut

Quantitativ und qualitativ besser war dann am Sonntag der Wettkampf im Vierkampf 3. Fritz startete mit Kate sehr gut in den Tag: Mit 55 Punkten im Gehorsamsteil setzten sie sich in ihrer Klasse an die Spitze. Leider war bei Fritz am Vortag in der Vorbereitung zum CSC eine alte Verletzung aufgebrochen und so kämpfte er sich verbissen durch die Laufdisziplinen. Die Brucker Fans litten mit Fritz, aber leider gab es kein Happyend. 1 Punkt fehlte am Schluss zum Titel, den sich Mario Gawron (VdH Eltmann) und Klaus Jäger (HF Weißenburg) punktgleich teilten. Einen Sonderpokal für die kämpferischste Leistung des Wochenendes hätte aber Fritz verdient. Die beste Vierkampfleistung zeigte wie im Vorjahr Pia Maier mit Mika (Sporthunde Franken) mit beeindruckenden 282 Punkten.

Trotz Verletzung dynamisch – Fritz mit Kate

Bei den Qualifikationsläufen am Samstag hatte der PSV FFB Turbo mit Michi/Soferl, Flo/Alice und Fritz/Kate überzeugt. Obwohl die beiden erstgenannten eher auf Sicherheit bedacht waren und Fritz bereits läuferisch gehandicapt war, kamen sich mit zwei fehlerfreien Läufen in 31,54 und 30,55 sec mit Platz 3 sicher ins Finale am Sonntag. Dort lief es leider nicht mehr so gut: Alice ließ zweimal Hürde 2 aus und prellte ebenfalls zweimal vor und die Ersatzstarter Immo und Varo waren auch keine Verstärkung. Mit insgesamt 16 Strafsekunden war so nur Platz 14 möglich und leider auch die Qualifikation für die DM Anfang September verfehlt.

Wertvolle Erfahrungen gesammelt – Flo und Alice

Im K.O.Cup, der als Rahmenprogramm vor der Siegerehrung am Sonntag lief, konnte sich dann Michi mit Soferl für seine 4 fehlerfreien CSC-Läufe belohnen. Er gewann sicher das Finale gegen Franziska Düring (VdH Eltmann). Im Viertelfinale hatte er Flo aus dem Rennen geworfen, der wiederum eine Runde vorher Mira aus dem Wettkampf geschmissen hatte.

Michi und Soferl auf der Zielgerade des K.O.Cups

Neben den beiden Titeln für Dörte, kamen alle Brucker Starter aufs Stockerl. Michi holte sich den Sieg im K.O.Cup und die CSC-Mannschaft konnte mit Platz 3 in der Qualifikation ihr Potenzial aufzeigen. Für die dhv-DM in Baumholder (Rheinland-Pfalz) haben sich Dörte, Richy und Fritz (der bis dahin hoffentlich wieder fit ist) qualifiziert.

Alle in grün!

Was fiel sonst noch auf:

die Kreisgruppe 7 (Oberbayern) als größte Kreisgruppe hatte nur 3 Geländeläufer am Start – neben Dörte und Richy noch Vicky Rank (PSV München 1912), außer der Brucker CSC-Mannschaft ging nur noch ein Team des HSV Dießen ins Rennen. Ein klein wenig besser die Situation im Vierkampf, aber insgesamt eine erschreckend geringe Teilnahme der einstmals dominierenden Kreisgruppe im BLV.

Start und Ziel des 2000 m Laufs waren so weit auseinander, dass es für die Helfer nicht zu schaffen war, Ihre Läufer im Ziel zu empfangen. Beim 5000 m Lauf war es besser, aber der Brucker Betreuer war mit 2 Läufern heillos überfordert mit Wasserflaschen-, Leinen-, Jackenübergabe, Zeitnahme und Fotografieren, so dass er kurz vor einer Abmahnung stand.

Für den K.O.Cup mussten die Brucker ordentlich Werbung machen, damit das 16er-Feld zu Stande kam und Michi und Soferl ihre Qualitäten zeigen konnten.

Das Public Viewing am Samstag war gut besucht und mit Unterstützung der bayerischen Turnierhundsportler konnte das deutsche Team seinen einzigen Sieg feiern.

Bilder: Katrin Schreiber, Herbert Felber (vielen Dank!)
Geschrieben von Immo Looschen