Bayerische Meisterschaften im Rally Obedience und der PSV FFB mittendrin

Der PSV Würzburg hatte im Namen des BLV Hundesport e.V. nach Waldbüttelbrunn eingeladen, um auf dem weitläufigen Gelände des Vereins die Bayerischen Meister/Meisterinnen im Rally Obedience für 2018 zu ermitteln.

Vorab ein großes Lob an den Verein, der solch eine große Veranstaltung (90 StarterInnen) das erste Mal organisierte. Es war praktisch alles perfekt vorbereitet und durchgeführt. Der Platz ist äußerst großzügig angelegt, wenn auch aufgrund der nicht untypischen unterfränkischen Sommerdürre das Wasser vor allem nur in Leitungen und Plastikflaschen vorkam. Auch die Landschaft im Umfeld lädt zu ausführlichen Gassirunden ein, so dass weder Hund noch Mensch über Auslaufdefizite klagen konnte.
Bei so viel Gelungenem nahm es am Ende auch keiner Übel, dass Schleifen nur für die Stockerlkandidaten verteilt werden konnten. Die DHL steht, bis Beweis des Gegenteils, unter dem Verdacht drei von vier Paketen noch in irgendwelchen Postverteilzentren zu lagern. Es soll aber in nächster Zeit an alle Ungeschleiften Post vom BLV rausgehen, um diese kleine Panne auszubügeln.

Nun zu den PSV – Teams aus Fürstenfeldbruck.

Fünf Teams waren angereist und eine Fahnenträgerin.


In der LK2, mit 17 StarterInnen,  gingen an den Start: Birgit mit Robin, Klaus mit Rico und Michael mit Soferl.
Die LK3, mit 29 StarterInnen die größte Gruppe,  hatten sich Karin mit Lillyfee und Thomas mit Lola vorgenommen.

Gleich am Morgen gingen Birgit und Robin in den Ring. Die Beiden marschierten voller Zuversicht los und es sah gut aus. Robin war verhältnismäßig ruhig, wuselte erstmals am Ende der ersten Geraden. An der fünften Station brachte Robin dann Sitz / Steh / Platz ein bisschen durcheinander, so dass eine Wiederholung die beste Lösung war. Anschließend konnte die Wertungsrichterin Iris Sommerauer einen weitgehend ruhigen Lauf betrachten. Es sah alles nach einer vorzüglichen Wertung aus. Ein Wermutstropfen fiel erst bei der Bekanntgabe der Wertung in den Punktepokal. Leider musste eine Übung komplett aberkannt werden, damit auch 10 Punkte, weil Birgit sich beim Rückwärts-Steh-1-2-3 nicht nach jedem der einzelnen Steh komplett wiederaufgerichtet hatte, sondern in gebückter Haltung rückwärtsgegangen war. Trotzdem waren es am Schluss 80 sehr gute Punkte und der 8. Platz bei 17 Startern.

Michi und Soferl folgten unmittelbar. Soferl war wohl noch müde, denn gleich am ersten Schild zog sie das gemütliche Platz dem Steh vor. Leider eine Wiederholung und schöne fünf Punkte futsch. Danach lief es ziemlich rund bis zum Slalom mit Ablenkung, hier kam Soferl Nase etwas zu nah an die Abdeckung, um den köstlichen Duft, der aus der Futterschüssel aufstieg, einzusaugen. Das Rückwärts-Steh-1-2-3 wurde unserem zweiten Team in der LK2 dann ebenfalls zum Verhängnis. Michi zeigte sich zwar zwischen den einzelnen Stehs immer wieder in aufrechter Haltung, aber Soferl meinte die Übung mit einem zwischenzeitlichen kecken Sitz auflockern zu müssen – leider 10 Punkte teuer so ein Spasserl. Irgendwo dann noch ein Element zu viel und so blieben am Ende 73 gute Punkte und der 12 von 17 Plätzen.

Klaus und Rico waren nach kurzer Pause gefordert. Da gibt es allerdings nicht viel zu berichten. Das ist halt so, wenn fast alles richtig läuft. Rico erledigt alle Aufgaben auf seine ruhige, geradezu stoische Art, und kassierte nur für einige wenige schiefe Ausführungen 3 Punkte Abzug. Die beiden verließen den Ring damit folgerichtig auch mit vorzüglichen 97 Punkten und schafften damit den Sprung aufs Stockerl als Drittplatzierte in der LK2.

Entgegen der ursprünglichen Planung waren nach der Pause die Teams in der LK3 an der Reihe.
Karin und Lillyfee gingen als erstes Team der ersten Gruppe in den Parcours. Mit Unsicherheiten gleich beim Start und der Wiederholung des ersten Sprungs war es nur ein suboptimaler Beginn. Doch von außen hatte der Berichterstatter anschließend den Eindruck, dass sich beide gefangen hatten, da alle Elemente einwandfrei erledigt wurden. Bis zum Abruf ins Platz aus dem Steh, an dem noch einige der nachfolgenden Teams scheitern sollten: hier baute Lillyfee, auch in der Wiederholung einen Sprung über eine verführerisch nah am Laufweg platzierte Hürde ein, was im Endeffekt, die ganze Übung kostete. Nach einem weiteren falschen Abschluss beim Rückwärts-Steh-1-2-3 brach Karin dann ab. Allerdings aus gesundheitlichen Gründen nicht, weil Lillyfee zu viele Scherzkekse gegessen hätte.

Schlussendlich, als 21. Von 29 Teams durfte Thomas mit Lola loslegen.

Was soll man groß sagen. Lola wird grundsätzlich immer besser, folgt inzwischen nahezu ohne Verzögerung; aber eben auch gelegentlich zu beharrlich, z.B. beim klassischen Steh aus der Bewegung. Die stärkere Begeisterung kostete die beiden dann auch bei einem weiteren Steh noch einmal fünf Punkte für Wiederholung, weil Lola einfach nicht mehr stillstehen wollte, sondern etwas nervös trippelte. Ansonsten war die kleine perfekt und so beendete das Team den Parcours mit vorzüglichen 90 Punkten und dem Platz 7 von 29 Plätzen. Top Ten! – das war das Ziel.

Zusammenfassend bleibt festzuhalten – schee wars.
Geschrieben von Nordgerling Thomas